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alte Junkers Therme ZWR 18 - 2KDE

Ich habe eine Junkers ZWR 18 - 2KDE Therme aus den späten 80er Jahren (geschätzt) deren Warmwasserleistung stark zu wünschen übrig läßt (lauwarmes Rinnsal - im Winter zu kalt zum duschen.). Muß gleich eine neue Therme her, oder kann ich sie entkalken oder anders einstellen lassen?

Auf der Therme befindet sich ein Aufkleber: Heizleistung eingestellt auf 11 KW

Die 11 KW beziehen sich auf die Heizleistung. Eine zweite Einstellung ist für die WW-Leistung zuständig. Das heisst, wird gerade geheizt und WW aufgedreht, werden die Flammen grösser.

Die Einstellung kannste alleine am Gaszähler überprüfen: Geh mit einer Uhr mit Sekundenzeiger hin und überprüfe bei laufendem WW die Gasmenge in Litern/min. Das sind die letzten Zahlen auf deinem Zähler. Beginne zweckmässigerweise bei Null und zähle eine Minute (1/2 min. x 2 reicht auch) die ducrhlaufenden Liter Gas. Sind das ca. 34 ltr./min., dann sollte das Wasser heiss werden, wenigstens aber akzeptabel warm.

Es sind ca. 23l pro Minute bei abgeschalteter Heizung.

Dann nimmt sie nur knapp 14kW auf, es sollte mal ein Fachmann vorbeischauen. Verantwortlich für eine Auslauftemp. von 55 - 60°C ist nicht nur die eingestellte Gasmenge, sondern auch die korrekte Wassermenge, die für hohe Temperaturen natürlich geringer ist, als bei hohen Auslaufmengen. Dafür wäre ein Wasserteil verantwortlich. Das könnte auch nicht mehr optimal funzen. Stell einen 10 ltr.-Eimer unter den Wasserhahn und miss die Wassermenge und evtl. die Temp. bei voll geöffnetem Hahn. Es dürfen konstruktionsbedingt nicht mehr als 10 ltr./min auslaufen.

Es sind knapp 7 liter und die Temperatur (nach einer Minute Ablauf) beträgt 33 Grad (Dusche).

Dann gibt die Therme nur knapp 10kW ans Wasser ab. Drossele dann den Hahn soweit, dass die Therme noch läuft, miss die Temp. und die Auslaufmenge. Liegt die Menge unter 4 ltr./min., oder geht die Therme sogar aus, während das Wasser immer noch nur lauwarm ist, dann liegt ein Fehler vor. Ob es nun die Gasmenge, eine Verkalkung oder sonstwas ist, kann nur ein Fachmann feststellen.

Leistungabgabe wird wie folgt berechnet: Leistung = (spezifische Wärmekapazität H2O?) * Masse * Temperaturdifferenz / Zeit

P = 4,2 kJ/(kg*K) * 3 kg * 36 K / 60 s [kW]

Temperatur betrug 49 Grad, Ablaufmenge 3 liter/Minute - Therme blieb konstant an. Allerdings habe ich diesmal in der Küche gemessen, weil ich vom Badezimmer die Therme nicht hören kann.

Und hier gibt sie nur 7,5kW ans Waser ab. Da hättest du spielend 60°C haben müssen. Der Wärmetauscher ist verkalkt. Das mindert nicht nur die Wassermenge, sondern auch die Wärmeübertragung. Zusätzlich ist der Gasdurchfluß zu klein.

Eine neue Therme würde ich erst einbauen, wenn alle verantwortlichen Teile überprüft wurden.

Es gibt noch ein zusätzliches Problem mit dem Raumtemperaturregler, bzw. der Steuerung. In der Heizperiode morgens, wenn die Therme von nacht- auf Tagbetrieb umschaltet sollte normalerweise der Brenner starten. In 30% der Fälle tut er das auch. In den anderen Fällen: Ich versuche jetzt mal zu beschreiben wie das im Normalfall klingt:

  • Pumpe springt an: man hört das Wasser leise gluckern und rauschen
  • Druck baut sich auf: ein kurzer immer höher werdender leiser Pfeifton
  • Zündung: tic tic tic
  • Brenner: wuff

Wenn sich der Brenner irgendwann abschaltet macht es mittellaut in der Therme "klonk" und es fiept noch ein bißchen nach.

Wenn der Thermostat bzw. die Steuerung spinnt, hört man in unregelmäßigen Abständen klonk-fiep-klonk-tictictic-wuff-klonk-fiep, ca im 1-5 sekunden-Abstand.

Ja, glaub ich. Du hast eine Überwachungselektrode im Brennraum. Bekommt die innerhalb einer vorgegebenen Zündzeit keine Flamme, geht die Therme aus, versucht erneut zu zünden und geht irgendwann auf Störung. Der Störschalter dürfte auch hinüber sein.

Dein Brenner sieht bestimmt nicht gut aus. Wenn die Flammen gelb sind, hat der Brenner Atemnot. Die Düsen und Ansaugkanäle für die Verbrennungsluft sind zu. Durch das schlechte Flammenbild kommt die Ü-Elektrode zu kurz und die Zündung wird zur Miniexplosion.

Für das schlechte Startverhalten kann auch die Sartgasmenge zu klein sein. Alles Einstellungssache.

Ich halte fest:

  • Startgasmenge kontrollieren/einstellen
  • WW-Gasmenge kontrollieren/einstellen
  • Heizleistung kontrollieren/einstellen
  • Brenner evtl. nur ausbauen, ZERLEGEN und reinigen, ansonsten ersetzen
  • vermutlich die Ionisationsplatine samt Störschalter ersetzen. Das wäre nichts Ungewöhnliches. Die Ionisationsplatinen gingen gerne mal kaputt. Schuld dran war ein Kondensator. Seinerzeit hab ich die defekten Platinen gesammelt und den Kondi ersetzt. Das Teil wurde dann von uns als Austauschplatine eingesetzt und verkauft. Es gab nie Probleme und war halb so teuer wie das Teil von Junkers.
  • Wärmetauscher im Auge behalten
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