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Bahn Korrespondenz

Briefwechsel mit der Deutschen Bahn

Kleine Vorgeschichte: Ich brauchte schnell eine Bahn-Card, da ich kurzfristig für längere Zeit in Darmstadt arbeiten sollte. Zu dem Zeitpunkt war ich bereit in Darmstadt, die nächste Fahrt würde also DA-HL sein. Die Bahn-Card kann man online bestellen, was ich auch tat. Leider kann man keine Lieferadresse angeben, nur den Wohnort. Ich schickte eine Mail hinterher, da ich die Bahncard in Darmstadt brauchte und zwar schnell, denn das Wochenende nahte. Sicherheitshalber rief ich bei der Bahncard-Hotline ab, um zu fragen ob sie die Lieferadresse auch mitbekommen hätten. "Ja, ist alles im Vorgang gespeichert". Ich war beruhigt.

Die BC wurde natürlich nach Lübeck geliefert. Ich kaufte ärgerlich ein Ticket zum Bahncard-Tarif und ließ mir vom Schaffner eine art "Schuldschein" ausfüllen, weil ich die Karte logischerweise nicht dabei hatte. Den Schuldschein wollte ich natürlich nicht bezahlen und so wandte ich mich per Brief mit allen Unterlagen an die Bahncard-Abteilung. Den ursprünglichen Brief habe ich nicht mehr, es geht also mit der Antwort darauf los:


Brief der Bahn vom 23.09.2005

Sehr geehrter Herr ELSNER,

vielen Dank für Ihre Mitteilung zur oben genannten Fahrpeiserhebung.

Jeder Fahrgast, der bei der Kontrolle nicht im Besitz einer zur Fahrt gültigen Fahrkarte ist, hat den erhöhten Fahrpreis nach den geltenden Beförderungsbedingungen zu entrichten.
Ich hatte eine Fahrkarte - scheint also so ein Standardschreiben zu sein)

Wir haben jedoch Ihre Ausführungen geprüft und teilen Ihnen mit, dass wir aus kundendienstlichen Gründen, jedoch ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, auf unsere berechtige Forderung verzichten.
(Wie großzügig! Ich falle auf die Knie! Noch nie habe ich erlebt, dass ein Unternehmen so großkotzig die eigenen Fehler ignoriert.)'

Mit freundlichen Grüßen
DB Service Fahrpreisnacherhebung


Mail vom 6. 10. 2005 an die Deutsche Bahn

Hallo,

herzlichen Dank für Ihr überaus zuvorkommendes und kundenorientiertes Schreiben. Es hat eigentlich nur noch das Wort "großzügig" gefehlt um die Frechheit komplett zu machen.

Ist Ihnen eigentlich klar, daß die Bahn auch Fehler macht? Ja? Dann sollten Sie Dienstleistungs- und kundenorientiert genug sein, diese auch zuzugeben. Einfach zu behaupten die Forderungen wären berechtigt, macht mich berechtigterweise (sehen Sie?) extrem wütend.

Es war einzig und allein der Fehler der Mitarbeiter im Bahncard-"Service" (Amt würde besser passen), die nicht in der Lage waren die Bahncard an die richtige Adresse zu sendenm, ob wohl sie im Vorgang bereits gespeichert war (ich habe telefonisch nachgefragt). Aufgrund dessen war ich gezwungen ein ermäßigtes Ticket ohne Bahncard zu lösen.

Insgesamt habe ich den "Bahncard-Service" 3x angerufen bei jedem Anruf betonte ich, dass ich aus steuerlichen Gründen das Ticket zurück haben muß. Die "Bearbeitung" hat 6 Wochen gedauert, und kam mit dem herblassenden Schreiben und natürlich ohne Ticket. Das passt 100%ig in das Unfähigkeitsprofil der Bahn hinein.

ALSO: ICH BRAUCHE MEIN TICKET - SCHNELL !!!!!!
Schnell bedeutet in meinem Universum jedenfalls < 1 Woche.

Ein weiteres Steinchen in der Waagschale der Unfähigkeit ist die Tatsache, dass meine Frau ihre entgültige Bahncard nicht erhält, weil die unfreundliche Schalterdame am Lübecker Bahnhof eine Kopie der vorläufigen bahncard nicht an die Zentrale schickte. Also bitte, wann leben wir denn dass noch Kopien hin- und hergeschickt werden müssen? Sie sollten dringend Ihre Prozesse optimieren.

Überaus kundenfreundlich sind auch ihre kostenpflichtigen Telefonnummern. Schlau gemacht, so verdienen Sie noch mit Ihrer Unfähigkeit weil der Kunde dauern nachhaken oder sich beschwerden muss.

Ich sehne mir den Tag herbei an dem die Deutsche Bahn durch ein kundenorientiertes und funktionierendes Ganzes ersetzt wird.

Vielen Dank für die geschätzte Aufmerksamkeit.

/Stephan Elsner


Mail der Bahn vom 6. Oktober 2005

Sehr geehrter Kunde, sehr geehrte Kundin,

Ihre Anfrage ist bei uns eingegangen und wird schnellstmöglich bearbeitet. Sie erhalten von uns eine Antwort in Form eines Briefes. Bis dahin bitten wir Sie um etwas Geduld.

Mit freundlichen Grüßen

DB Personenverkehr GmbH DB Service Fahrpreisnacherhebung

Arrggh! Die bitten um Geduld! Können die nicht mailen wie jeder andere auch? Geduld muss man wahrlich haben. Willkommen im bürokratie-Dschungel der Bahn.


Anruf einer Bahn-Tante irgendwann im November

Text aus dem Gedächtnis frei wiedergegeben:

Sehr geehrter Herr Elsner, bla leider konnten wir Ihr Ticket nicht mehr auffinden schwafel und deshalb bekommen Sie einen Gutschein über laber 10 Euro, den Sie bei Ihrem nächsten Ticketkauf laber einlösen können bla.

Der Gutschein kam tatsächlich wenige Tage später mit der Post. Nun gut. Damit ist der Fall gegessen. Die 10 Euro habe ich alleine schon mit der Hotline vertelefoniert. Danke.

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